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Glaubenssätze: Geld, Vermögen und Finanzen

Unsere Glaubenssätze (englisch: beliefs) beeinflussen uns jeden Tag, und zwar unbewusst. Häufig limitieren sie unsere persönliche Weiterentwicklung. Im dritten Teil geht es um Glaubenssätze zum Thema Vermögen und Finanzen.

Tabuthema Geld

Der Finanzwesir Albert Warnecke hat einmal ganz schön gesagt:

Wenn Geld da ist, nimmt man es als gegeben hin. Wenn es fehlt, gibt‘s richtig Stress.

Da ist etwas Wahres dran. Geld ist notwendig und es ist wichtig, sich darüber Gedanken zu machen. Dennoch wird sehr wenig darüber gesprochen. Es scheint ein Tabuthema zu sein. Aber warum eigentlich?

Für mich hat es etwas mit Selbsterkenntnis zu tun. Wer über Geld, sein Vermögen, seine Einnahmen und Ausgaben sowie die Altersvorsorge nachdenkt, muss sich existentielle Fragen über sein Leben und seine Ziele stellen. Welche Erwartungen hat man an das Leben und inwiefern spielt Geld dabei eine Rolle? Wieviel benötige ich und vor allem, wann brauche ich es? Ich finde, das sind keine einfachen Fragen, welche in ein paar Minuten beantwortet werden können. Dafür muss man sich Zeit nehmen und in sich horchen.

Ein weiterer Gesichtspunkt ist die Wirkung von Geld nach außen. Geld erzeugt Neid und regelrecht Abneigung bei Menschen. Hat man viel Geld auf dem Konto, besitzt ein großes Haus, ein schönes Auto oder einen dicken Gehaltsscheck und kommuniziert das offen, wird man oft schief angeschaut. Sofort wird man als “Reicher” in eine Schublade gesteckt und mit negativen Eigenschaften gebrandmarkt. Dahinter stecken sehr häufig schlechte Erfahrungen und eben negative Glaubenssätze zum Thema Geld.

Negative Glaubenssätze über Geld

Geld ist meistens mit Arbeit verbunden (welche man natürlich nicht machen möchte), und Arbeit macht per se keinen Spaß. Folglich kann es nichts Gutes sein. Zusätzlich scheint es einen negativen Einfluss auf Menschen zu haben, daher wundert es nicht, dass folgende Glaubenssätze kursieren:

  • Geld verdirbt den Charakter
  • Reiche Menschen sind arrogant und unehrlich
  • Geld ist ungerecht verteilt
  • Wer reich ist, hat keine wahren Freunde
  • Geld wächst nicht auf Bäumen

Erkennst du einige dieser Denkweisen bei dir oder in deiner Familie wieder? Das ist sehr wahrscheinlich. Die finanziellen Weichen eines Kindes werden meist durch das Elternhaus bestimmt. Ich glaube, es gibt einen starken Zusammenhang zwischen der finanziellen Situation der Eltern und der des Kindes später. Kinder unvermögender Eltern sind meist auch nicht vermögend, während Kinder reicher Eltern häufig auch viel Geld besitzen. Liegt es ausschließlich am Erbe? Ich denke nicht, denn es gibt genug Beispiele von Kindern erfolgreicher Menschen, welche in die Pleite rutschen. Aber reiche Eltern lehren ihren Kindern den Umgang mit Geld und das ist langfristig entscheidend.

Ich möchte hier klarstellen: Geld ist weder gut noch böse. Es ist nur ein Werkzeug. Mit Geld kann man Gutes vollbringen, aber auch Schlechtes. Man kann damit Menschen in Not helfen oder aber deren Not noch vergrößern. Ähnlich wie Geld, ist auch eine Axt oder ein Messer ein Werkzeug, welches zum Holz hacken bzw. Brot schmieren  oder eben für weniger schöne Dinge verwendet werden können. Es ist immer der Mensch selbst, der bestimmt wie er seine Werkzeuge einsetzt.

Ein kleines Experiment

Ich schlage dir vor dieses Experiment mal selber zu probieren. Nimm einen 200 Euro Schein und leg ihn in deine Hosentaschen oder dein Portemonnaie und trag ihn den ganzen Tag mit dir rum. Höre in dich hinein, wie du dich den ganzen Tag so fühlst. Musst du häufig an das Geld denken? Hast du Angst den Schein zu verlieren? Fühlst du dich wohl? Hierbei kannst du sehr viel über dich und deine Glaubenssätze über Geld lernen.

Geld ist nie der Grund

Vielleicht wird auch nicht gerne über Geld gesprochen, weil es sehr häufig für Streitigkeiten sorgt. Sei es beim Vergleich mit Arbeitskollegen, die Gehaltsverhandlung mit dem Chef, die Festlegung und Überprüfung der Haushaltskasse oder gar beim erbittertem Erbstreit. Aber auch hier ist Geld nur das Werkzeug, welches Leid erzeugt. Es ist ein guter Vorwand, um Streitigkeiten auszutragen.

Eigentlich stecken hinter solchen Streitigkeiten aber viel tieferliegende Gründe. Das können ganz einfach Neid oder mangelnde Wertschätzung sein, aber auch Beziehungsprobleme, unausgewogene Abhängigkeiten oder persönliche Machtspiele. Hast du den eigentlichen Grund erkannt, kannst du dich an die Arbeit machen und den Konflikt aus der Welt zu schaffen. Der negative Beigeschmack von Geld sollte allmählich verschwinden.

So geht es besser!

Wie immer gilt, schaffe dir bestärkende Glaubenssätze. Statt negative Denkweisen, solltest du dir positive über Geld, Vermögen und Finanzen aneignen. Statt Gedanken des Mangels, solltest du Gedanken der Fülle entwickeln. Diese positiven Glaubenssätze musst du dir immer wieder ins Gedächtnis rufen und auch vollständig annehmen. Such dir nur diejenigen aus, an die du auch glauben möchtest. Sie dürfen dir nicht komisch oder übertrieben vorkommen, sonst wird dein Unterbewusstsein sich immer dagegen wehren und du hättest nichts gewonnen. Unten gebe ich dir ein paar Beispiele, anhand derer du dir deine eigenen Affirmationen kreieren kannst. Nur wer Geld positiv sieht, kann es sammeln und vermehren!

Negativer Glaubenssatz (Mangel)
Positiver Glaubenssatz (Fülle)
Geld verdirbt den CharakterGeld ist mein Freund
Für Geld muss ich hart arbeitenGeld fließt zu mir
Ich brauche mehr GeldIch ziehe Geld an
Geld bringt nur SorgenGeld ist Energie
Über Geld spricht man nichtIch gehe verantwortungsbewusst mit Geld um

 

Ich sehe Geld als eine Energiequelle. Normalerweise tauschst du deine (Lebens-)Zeit gegen Geld. Mit diesem kaufst du dir dann Dinge, die du besitzen oder machen möchtest. Hast du nicht genug davon, musst du eben Zeit investieren. Hast du aber genug (genug ist natürlich sehr subjektiv) davon, kannst du deine Zeit für Dinge verwenden, die dir wichtig sind, dich mit deinen liebsten Menschen umgeben und deine Zeit frei einteilen.

Kleine Bemerkung Off-Topic: Arbeit für Geld muss nicht schlecht sein. Arbeit kann auch Spaß machen und dich erfüllen. Ein sehr schönes Mindset. Möchtest du mehr darüber erfahren, solltest du unbedingt mal das Buch The Big Five for Life* von John Strelecky lesen!

Fazit

Was ist Geld nun? Wie oben schon erwähnt ist es nur ein Werkzeug. Es soll dir helfen deine Ziele zu erreichen und deine Wünsche zu erfüllen. Deine Glaubenssätze bilden das Fundament für Reichtum und Vermögen. Lehnst du Geld, unbewusst oder bewusst, als Übel ab, so wirst du immer in einem Mangel leben. Die Lösung ist ganz einfach: du bist der Herr deiner Gedanken und Glaubensätze. Du kannst es ändern!

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