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Fatale Finanzfehler Teil 2: Fehler 6 bis 10

Hier gehtes weiter mit der Beitragsreihe zu den fatelen Finanzfehlern. Wir steigen tiefer ein in die Materie!

Falls du den ersten Teil dieser Reihe verpasst hast, gelangst du hier zu den fatalen Finanzfehlern – Teil 1.

6. Du kennst deine Ausgaben nicht

Es ist Monatsende und das Konto ist schon wieder leer. Kennst du das? Du fragst dich, wie das nur sein kann, schließlich verdienst du gar nicht so schlecht. Höchstwahrscheinlich hast du mit der Zeit den Überblick über deine Ausgaben verloren. Mal hier ein Kaffee 2 go oder ein Snack auf die Hand, Mitgliedschaften in Vereinen, sowie Zeitschriften- und Unterhaltungs-Abos zerren an deinem Portomonaie. Es wird Zeit Ordnung zu schaffen und unnötige Ausgaben zu streichen. Um die entsprechenden Geldfresser zu identifizieren, lohnt es sich, ein Haushaltsbuch zu führen. Möchtest du das am Computer machen, findest du hier mein Haushaltsbuch als Excel-Vorlage. Hast du lieber etwas in der Hand, kann ich dir guten Gewissens dieses gebundene Haushaltsbuch* empfehlen.

Also merke: Nur wer seine Ausgaben kennt und reduziert, kann finanziell erfolgreich werden.

7. Du tätigst häufig Impulskäufe

Impulskäufe sind aus finanzieller Sicht ein großes Übel, allerdings sind sie menschlich. Die Werbeindustrie tut alles, um uns zum Kaufen zu verführen, dabei machen sie sich die menschliche Psychologie zu Nutze. Uns wird der Aufenthalt im Supermarkt oder Kaufhaus durch entspannende Musik versüßt. Zusätzlich wird unser Kaufverhalten durch ansprechende Produktplatzierungen oder provokate Rabattaktionen stark beeinflusst. Unsere Aufgabe ist es, diese Spontankäufe soweit wie möglich zu reduzieren. Und das tun wir, indem wir uns der Manipulation durch Werbung bewusster werden und Kaufentscheidungen einige Nächte überdenken.

Also merke: Sie dir bewusst, wie deine Kaufentscheidungen gesteuert werden. Kaufe also nur nach gründlicher Überlegung.

8.  Du vertraust blind dem Staat

Wenn es um die Altervorsorge geht, dann vertrauen viele auf Vater Staat. Man zahlt ja schließlich sein ganzes Arbeitsleben viel Geld in die Rentenversicherung ein, und das nicht zu knapp. Geht man nun schließlich in Rente, sollte das Geld doch zum Leben reichen, oder? Leider ist das ein Irrglaube, der immernoch kursiert. Du bekommst deutlich weniger Rente, als dein durchschnittliches Einkommen während deiner Arbeitszeit. Schau einfach mal auf deine jährlichen Renteninformationen, wie gering deine Rente wahrscheinlich ausfallen wird. Beachte bitte auch, dass du von deiner Rente auch noch die Krankenkasse bezahlen und Steuern abführen musst. Aus diesem Grund ist es essentiell wichtig, bereits während seines Arbeitslebens privat vorzusorgen.

Ein weiterer Punkt: staatlich geförderte Altersprodukte. Auch auf diese sollte man sich nicht verlassen, denn die Gesetzgebung wird sich noch mehrere Male während deiner langjährigen Ansparphase ändern. Aus diesem Grund solltest du nicht allein aus Steuergründen eine staatlich geförderte Altersvorsorge abschließen. Aus heutiger Sicht mag das steuertechnisch Sinn machen, aber das ist keine Garantie, dass das bis zu deiner Rente so bleibt.

Also merke: Du trägst die Verantwortung deiner Altersvorsorge, nicht der Staat. Deswegen: sorge privat vor.

9. Du legst dein Geld zu risikoarm an

Du hast die Entscheidung getroffen dein Geld zu investieren, wunderbar! Damit deine Investition große Früchte trägt, musst deine Geldanlage allerdings mehr Rendite abwerfen, als die Inflation auffrisst. Eine entsprechende Geldanlage gibt es allerdings nicht ohne Risiko, gerade im aktuellen Niedrigzinsumfeld. In diesem Umfeld kannst du leider mit risikoarmen Anlageklassen, wie z.B. klassischen Lebensversicherungen, Tagesgeld oder Festgeld, kaum Rendite erwirtschaften. So wird dein Renditebooster niemals zünden. Meiner Ansicht nach solltest du deswegen dein Geld besser an die Börse bringen. Einen Artikel zum Thema Geldanalge mit ETFs habe ich bereits verfasst.

Also merke: Ohne Risiko keine Rendite. Ein klein wenig Risiko musst du eingehen, sonst verpuffen deine Investionsbemühungen und du kannst kein nennenswertes Vermögen aufbauen.

10. Du legst dein Geld zu risikoreich an

Im Gegensatz zum Finanzfehler Nr. 9, solltest du dich auch nicht von hoher Rendite locken lassen und ein zu hohes Risiko eingehen. Gerade unkonventionelle Anlageklassen (wie Crowdinvesting, P2P Lending, Kryptowährungen etc.) locken dich mit unverhältnismäßig hohen Renditen, dabei ist das Risiko meistens gar nicht abschätzbar. Nichts ist schädlicher für deinen langfristigen Vermögensaufbau, als herbe Teilverluste zu erleiden. Dann hilft nichtmal mehr eine sehr hohe Rendite, um die Verluste auszugleichen. Nichtsdestotrotz kannst du diese Anlageklassen als Renditebooster nutzen, indem du aber nur einen kleinen Teil deines Vermögens dort investierst. Der Hauptteil sollte noch konventionell in Aktien, Anleihen und ETFs investiert sein.

Also merke: Lass dich nicht allein von hoher Rendite locken. Hohe Rendite bedeutet ein höheres Risiko für Verluste.

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