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Fatale Finanzfehler Teil 1: Fehler 1 bis 5

In dieser Beitragsreihe möchte ich dich über fatale Finanzfehler aufklären, damit du sie nicht selbst begehst und so mehr von deinem ersparten Geld hast.

1. Keine Rücklagen für Notfälle bilden

Dieser Fehler gehört zu den schlimmsten, die du beim Vermögensaufbau machen kannst. Bevor du dir konkrete Gedanken zur Altersvorsorge oder ans Investieren denkst, musst du dir eine Geldreserve für Notfälle aufbauen. Notfälle können dabei Reparaturen, ein Jobverlust oder andere unvorhersehbare Ausgaben sein.

Erfolgreicher Vermögensaufbau funktioniert nur optimal, wenn du langfristig dein Geld anlegst. Genau diese Langfristigkeit kann durch eine plötzliche große Ausgabe bedroht werden. Hast du keine Reserve für eine solche Notfallsituation, musst du gegebenenfalls ein Teil deines investierten Geldes dafür verwenden. Abhängig von deiner gewählten Anlageklasse, kann dies sehr teuer werden, also mit großen Verlusten verbunden sein. Manche Geldanlagen erlauben sogar keine vorzeitige Erreichbarkeit des Geldes. In diesem Fall könnte es sehr brenzlig werden.

Also merke: Lege dir einen Notgroschen für Notfälle zurück. Das sollten mindestens 3 bis 5 Nettomonatsgehälter sein.

2. Investieren ohne Plan und Ziel

Kommen wir zum Vermögensaufbau, dem Investieren deines Geldes. Bevor du das erste Geld in die Hand nimmst, brauchst du einen Plan. Wieviel kannst du monatlich zurücklegen (und zwar konsequent ohne Ausnahme), welche realistische Rendite möchtest du haben? Zusätzlich musst du wissen, wo du hinwillst, also wie lang ist dein Anlagehorizont, welcher Betrag soll am Ende rauskommen und für was möchtest du das Geld zurücklegen. Außerdem solltest du dir die Frage stellen, wie risikotolerant du bist (darüber mehr in Punkt 5).

Also merke: Bevor du mit dem Geld anlegen anfängst, brauchst du einen Plan und ein Ziel.

3. Leichtsinnig Schulden machen

Schulden haben fühlt sich nicht schön an … und doch haben viele Leute Schulden. Mit Schulden meine ich hierbei in erster Linie Konsumschulden. Also für Sachen, welche du konsumierst. Dementsprechend gibt es keinen Gegenwert, den du wieder zu Geld machen könntest. Einfaches Beispiel: du möchtest immer das neueste Smartphone in der Tasche haben. Das kann schon einmal einen 1000er kosten. Doch sobald du dein schickes neues Gerät von der Verpackung erlöst … Schwups … sind die ersten Euros vom Wert dahin. Lass es noch ein paar Tage altern und schon ist es nur noch einen Bruchteil wert.

Und deine Schulden? Die sinken langsam, viel langsamer als der Wert deines Konsumgutes. Mühsam stotterst du Monat für Monat deine Rate ab. Ein Teil geht in die Tilgung, ein Teil musst du als Zins abgeben. Schulden heißen also nichts Gutes für deinen Vermögensaufbau, denn sie kosten richtig Geld.

Also merke: überlege dir gut, ob du Schulden aufnehmen möchtest. Sei dir der Tragweite dieser Entscheidung bewusst.

4. Investition vs. Verbindlichkeit

Eine Investition ist eine langfristige Anlage von Kapital, mit dem Ziel dieses zu vermehren. Du, als Investor, investierst dein Geld und erwartest dafür eine Rendite. Die Investition liefert dir also einen wiederkehrenden und dauerhaften Geldstrom (Cashflow). Hierzu zählen zum Beispiel der Erwerb von Aktien, Fonds oder ETFs.

Im Gegensatz dazu ist eine Verbindlichkeit eine Anschaffung, welche keinen regelmäßigen positiven Geldstrom erzeugt, sondern Geld aus deinem Portemonnaie abfließen lässt. Dieser negative Cashflow entsteht beispielsweise durch Instandhaltungskosten, Wertverlust oder Kreditzahlungen, falls du die Anschaffung auf Pump getätigt hast. Häufig wird an dieser Stelle das Eigenheim als Beispiel aufgeführt, denn viele Menschen sehen es als vermeintliche Investition fürs Alter an. Dabei erzeugt es einen negativen Cashflow und ob das Haus in 30 oder 40 Jahren mal mehr Wert sein sollte, kann dir heute keiner garantieren.

Also merke: der Cashflow ist der ausschlaggebende Faktor, welcher eine Investition von einer Verbindlichkeit unterscheidet. Als Geldanlage eignen sich nur Investitionen.

5. Eigene Risikotoleranz überschätzen

Je mehr Risiko du bei der Geldanlage eingehst, desto höher wird deine Rendite sein. Dein Ziel sollte aber nicht die größtmögliche Rendite sein, sondern eine hohe Rendite bei einem verträglichen Risiko. Entscheidend ist, dass du an deinem Investitionsplan auch dann festhältst, wenn dein Vermögen durch z.B. Kursverluste sinkt. Hast du an diesem Punkt nicht die nötige Risikotoleranz und verkaufst überhastet aus Angst deine Aktien oder Fondsanteile, dann hast du dich selbst einige Schritte zurückgeworfen. Es ist also besser, etwas weniger Risiko einzugehen und damit etwas weniger Rendite zu erhalten und das lange durchzuhalten, als viel Risiko einzugehen und damit viel Rendite zu erhalten und beim ersten Hindernis aufzugeben.

Also merke: Kenne deine Risikotoleranz. Eine gute Geldanlage lässt dich auch dann ruhig schlafen, wenn du mal Verluste machst.

 

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