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Der ETF-Sparplan: kostengünstig und flexibel

ETF-Sparpläne werden als Königsweg des Fondsparens bezeichnet. Die Erfolgsgeschichte ist berechtigt. Wie du einen Sparplan einrichtest und welche Vorteile er bietet, erfährst du in diesem Artikel.

Was ist ein ETF-Sparplan

Ein ETF-Sparplan ist der einfachste Weg, um schrittweise Vermögen aufzubauen. Wer keine großen Beträge zum Investieren zur Verfügung hat, kann mit einem ETF-Sparplan ganz einfach jeden Monat einen Teil seines Geldes investieren. Man benötigt lediglich ein kostengünstiges Depot und etwas Zeit zum Einrichten.

Welche Vorteile bietet ein ETF-Sparplan?

Er ist kostengünstig und renditestark, vorausgesetzt ein guter ETF wurde gewählt und der Sparplan wird konsequent durchgehalten. Auf was du bei der ETF-Auswahl achten musst, habe ich dir bereits im Artikel ETF als Allzweckwaffe geschildert. Um einen ETF-Sparplan einzurichten, musst du dir einmalig ein bis zwei Stunden Zeit nehmen. Danach läuft er auf Autopilot und du kannst dich wieder den schönen Dingen des Alltags widmen.

Im Vergleich zu anderen Produkten zum Vermögensaufbau, wie z.B. Rentenversicherungen, ist ein ETF-Sparplan äußerst flexibel. Er besitzt keine feste Laufzeit. Das Sparintervall kann geändert werden. Ein Wechsel des besparten ETFs ist jederzeit möglich. Zusätzlich kann die Sparrate reduziert oder sogar ausgesetzt werden. Mehr Flexibilität geht nicht!

Meiner Meinung nach liegt die größte Stärke des ETF-Sparplans in der Automatisierung. Er läuft ununterbrochen im Hintergrund. Er benötigt keine Aufmerksamkeit und sorgt so für einen stetigen Vermögensaufbau.

Kleine Anmerkung: Die große Flexibilität des Sparplans ist gleichzeitig auch seine größte Schwäche. Läuft es mal an der Börse nicht so gut oder ist das Geld am Ende des Monats mal knapp, ist man schnell verführt den Sparplan auszusetzen. Angst und andere Emotionen sind keine guten Anlageberater! Gerade in den schlechten Zeit investiert dein Sparplan weiter und behält für dich dein Ziel im Auge – Vermögensaufbau. Nutze diese Stärke!

Mein Tipp: Sparplan immer am Anfang des Monats besparen und nur im äußersten Notfall den Sparplan aussetzen oder reduzieren. Bezahle dich immer zuerst! Stichwort: Positiver Sparzwang. Sollte sich aber die Anlagestrategie aufgrund einer großen Anschaffung grundlegend ändern, kann das Stilllegen des Sparplans dennoch Sinn machen. Dies ist der Fall beim Kauf einer Wohnung oder eines Eigenheims innerhalb der nächsten 2 bis 5 Jahren.

Häufig wird ein Sparplan noch mit dem Durchschnittskosteneffekt (englisch cost average effect) beworben. Er sagt aus, dass man bei regelmäßigen Einzahlungen gleichbleibender Beträge einen günstigeren Durchschnittspreis erhält. Dieser Effekt steht seit einiger Zeit sehr in der Kritik und ist für mich somit nicht mehr als Vorteil tragbar.

Wie richte ich einen ETF-Sparplan ein?

Zunächst musst du ein günstiges Depot bei einem Online Broker deiner Wahl eröffnen. Dieser Broker sollte dir eine gewisse Auswahl an sparplanfähigen ETFs bieten, wenn möglich auch noch zum Nulltarif (kostenloses Besparen). Gibt es deinen gewünschten ETF nicht als Aktion, solltest du dir die Kosten beim Kauf und Verkauf von Anteilen anschauen.

Ein zweites Auswahlkriterium sind die möglichen Sparintervalle. Meines Wissens nach bietet jeder Online Broker monatliche Sparpläne an. Möchtest du allerdings alle zwei Monate oder quartalsweise sparen, fallen einige Broker durch dein Raster.

Welche Mindestsparrate du aufbringen musst, ist sehr unterschiedlich. Manche Broker bieten Sparpläne ab 25 Euro an, während die meisten eine Sparrate von mindestens 50 Euro verlangen.

Gibt es Alternativen oder ergänzende Produkte?

Ja, es gibt sie. Allerdings sind diese teurer und/oder unflexibler. Dennoch haben sie auch Vorteile. Eine Alternative ist ein ETF-Sparplan im Versicherungsmantel. Diese Versicherung auf Fondsbasis vereinigt die Renditestärke eines ETF-Sparplans mit der Möglichkeit einer Verrentung und Steuerbegünstigung unter bestimmten Voraussetzungen. Natürlich kostet der Versicherungsmantel etwas Geld (schließlich will die Versicherung auch etwas verdienen) und mindert die Rendite.

Gerade bei Versicherungen sollte man aber genauestens hinschauen. Viele Tarife, gerade Provisionstarife, kosten sehr viel Geld, sind intransparent und häufig unflexibel. Zunächst sollte man deswegen unter allen Umständen einen Nettotarif wählen und sich die Versicherungsbedingungen genau durchlesen.

Auch staatlich geförderte Produkte wie Riester- und Rürup-Rente können eine Alternative oder Ergänzung zum ETF-Sparplan sein. Abhängig vom Einkommen, der entsprechend möglichen Förderquote und Tarifauswahl können hier gute Renditen erzielt werden. Natürlich besteht hier auch die Möglichkeit der Verrentung.

Anmerkung: Von aktiv gemanagten Fonds möchte ich hier nicht reden. Die deutlich erhöhten Kosten sind meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt. Ergo nicht sinnvoll!

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