7-tipps-um-mehr-aus-deinen-buechern-zu-holen

7 Tipps, um mehr aus deinen Büchern zu holen

Bücher sind hervorragend, um sich weiterzubilden und neue Dinge zu lernen. Ich bin mir aber sicher, dass du noch viel mehr aus ihnen herausholen kannst, wenn du diese 7 Tipps beachtest. So bleibt mehr hängen!

1. Lesen nach Bedarf

Zu diesem wichtigen Punkt habe ich bereits etwas beim Thema Bücherauswahl geschrieben. Da er so wichtig ist und immer wieder vergessen wird, möchte ich ihn hier nochmal erwähnen. Etwas zu lesen, interessant zu finden und zu verstehen reicht oft nicht aus. Wichtig ist das Verinnerlichen. Und nichts treibt dich mehr an als ein dringender Bedarf. Wenn du zum Beispiel Geld anlegen willst, dann hilft es dir nicht, wenn du erstmal ein Buch über Zeitmanagement liest. Es mag dich zwar interessieren, aber dein Bedarf liegt gerade woanders. Willst du Geld anlegen, dann lies ein Buch drüber. Hast du dein Geld nun mit den neuen Erkenntnissen angelegt, kannst du dich deinem Zeitmanagement widmen. Du wirst sehen: eine “Baustelle” bzw. ein Projekt abschließen und dann erst einen Schritt weiter zu gehen, ist einfach effizienter!

2. Bücher häufiger weglegen

Geht es dir auch manchmal so: du hast dir ein neues Buch angeschafft. Im Internet wurde das Buch sehr gut bewertet. Viele sagen wie sehr dieses eine Buch ihr Leben verändert hat. Aber du quälst dich von Seite zu Seite und bist schon bei Kapitel 3 angekommen. Jetzt hast du schon soviel Zeit investiert, jetzt kannst du doch nicht einfach aufhören. Doch, genau das machst du! Denn so bringt es dich persönlich nicht weiter. Du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben. Vielleicht war es für dich einfach der falsche Zeitpunkt. Leg das Buch beiseite (eventuell für später). Widme dich einem neuen Buch, eins bei dem der Funke überspringt. Dieser bewusste Schritt, das Weglegen und der Wechsel wird sich lohnen!

3. Mach dich mit dem Buch vertraut

Bevor du anfängst ein Buch von vorne bis hinten zu lesen, rate ich dir, dich erstmal mit dem Buch besser vertraut zu machen. So gewinnst du erstmal einen groben Überblick was dich erwartet und du kannst dich besser auf die Thematik einstellen. Optimalerweise erkennst du bereits einen roten Faden, an dem du dich während des Lesens entlang hangeln kannst. Das wird dir beim Verstehen und Verinnerlichen des Inhalts enorm weiterhelfen. Nimm dir zunächst den Klappentext vor, falls du es noch nicht getan hast. Anschließend schau dir das Inhaltsverzeichnis genau an. Welche Themen werden behandelt, wo liegen die Schwerpunkte, gibt es vielleicht sogar bei jedem Kapitel eine Zusammenfassung?

Als besonderen Tipp möchte ich dir das Lesen der letzten 2-3 Absätzen jedes Kapitels ans Herz legen. Die ersten Seiten pro Kapitel nutzt der Autor um seine Geschichte aufzubauen, eine Einleitung zur Problematik zu geben und alle Argumente für seine abschließende Aussage aufzuzählen. Erst in den letzten Absätzen steht die Quintessenz der entsprechenden Kapitel, damit sie dem Leser besser im Gedächnis bleiben. Genau das Wissen möchtest du extrahieren.

4. Notizen erstellen und zusammenfassen

Während des Lesens werden dir viele interessante Passagen, Zitate oder Aussagen auffallen. Diese solltest du dir markieren und notieren. Wäre es nicht sehr traurig, wenn du auf Seite 198 ein schönes Zitat oder einen wichtigen Punkt entdeckst und ihn schon wieder am Ende des Buches vergessen hast, oder? Ich habe es mir zu Gewohnheit gemacht bedeutsame Stellen nicht nur zu markieren, sondern auch an entsprechender Stelle kleine Notizen oder meine Gedanken aufzuschreiben. Zusätzlich führe ich ein kleines Notiz-Inhaltsverzeichnis auf 2-3 freien Seiten im Buch.

Mit dem Lesen eines Buches ist die Arbeit noch nicht getan. Fasse sie anschließend nochmal für dich zusammen und extrahiere die wichtigsten Learnings. Dafür musst du die wichtigsten Denkanstöße von den ganzen Argumenten und Geschichten drumrum befreien und in deinen eigenen Worten wiedergeben (paraphrasieren). Stell dir vor, wie du das Buch einem guten Freund vorstellen würdest. Diese Übung hilft dir weiterhin das gelernte Wissen zu festigen.

Pro-Tipp: Digitalisiere deine Notizen und mach sie so durchsuchbar. Folglich hast du sie überall dabei und kannst sie erneut begutachten. Liest du Bücher mit einem Kindle, kannst du sie direkt digital markieren und dir per E-Mail zuschicken lassen.

5. Doppelt hält besser

Großartige Bücher sollte man mindestens zweimal lesen. Das zweite Lesen wird niemals wie das erste Lesen sein, denn du hast dich zwischendurch weiterentwickelt. Dein Fokus liegt vielleicht diesmal auf einem anderen Schwerpunkt oder du siehst bereits gelesene Abschnitte aus einem völlig anderem Licht. Außerdem werden dir beim zweiten Lesen mit Sicherheit weitere nützliche Dinge auffallen, welche dir beim ersten Lesen entgangen sind. Du wirst neue Details entdecken, Zusammenhänge erkennen und altes Wissen mit neuen Erkenntnissen verknüpfen. Selbst wenn es nicht so ist, ist es auch nie verkehrt erlerntes Wissen durch wiederholtes Lesen aufzufrischen. An dieser Stelle helfen dir deine Notizen und Bemerkungen enorm, wie in Tipp 4 beschrieben.

6. Handlungsanweisungen herausfiltern

Ein Buch steckt voller Inhalt. Du kannst viele Anregungen, Tipps und Gedanken extrahieren, aber der wichtigste Schritt ist die Übersetzung in konkrete Handlungen. Interessante Stellen im Buch solltest du also nicht nur markieren und mit Notizen versehen, sondern auch in kokrete Aktionen übersetzen. Diese Aktionen sollte immer einfach und konkret sowie positiv und im Aktiv formuliert sein. Nehmen wir ein konkretes Beispiel aus meiner Buchvorstellung zum Buch “Attitüde: Erfolg durch die richtige innere Haltung“. Dort lautet ein Zitat:

Wenn Sie nur einen Hammer als Werkzeug haben, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus.

Ich verstehe das Zitat als eine Warnung zu eindimensional durchs Leben zu laufen. Soweit schonmal eine wichtige Erkenntnis, aber eine Handlungsaufforderung ist das noch nicht. Eine mögliche Aktion könnte wie folgt lauten: Ich möchte wann immer es geht meine Komfortzone verlassen und neue Dinge lernen, damit ich neue Sichtweisen auf “alte” Probleme erkenne. So hast du nicht nur einen Hammer in der Tasche, sondern einen ganzen Werkzeugkasten und für jedes Problem das richtige Werkzeug.

7. Umsetzen, umsetzen, umsetzen

Nur Bücher lesen, egal wie brilliant sie sind, reicht leider nicht aus. Erst die Umsetzung bringt dich wirklich weiter. Hast du ein Buch durchgelesen, fängt der wichtigste Schritt an. Aber wo anfangen? Auch hier kannst du auf deine Notizen im Buch zurückgreifen. Schau sie dir an und entscheide, was du zuerst verfolgen möchtest. Such dir zunächst nur einen Aspekt heraus und setze ihn um. Ist es eine Tätigkeit, mach sie zur Gewohnheit. Ist es eine bestimmte Denkweise, mach sie dir immer wieder bewusst. Ist es ein bestimmtes Ziel, mach dich auf den Weg. Wichtig ist dranbleiben!


Hast du weitere Tipps? Dann lass mir einen Kommentar da!

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.